Mit Herz-Biofeedback zur inneren Harmonie

Die Herzfrequenzvariabilität HRV

Gesundheit erfordert nach Wilhelm Reich die freie selbstregulierende Pulsation der Lebensenergie im Meridiansystem, die sich dann als ein harmonisches Schwingen zwischen den Polen „Spannung“ und „Entspannung“ des vegetativen Nervensystems fortsetzt. Zunehmende äußere Belastungen (Stress, Umwelt, etc.) schwächen den Pol der Entspannung (Parasympathikus), der für Erholung und Regeneration sorgt. Die Regulation von „Gas“ und „Bremse“ stimmt dann nicht mehr. Daraus ergebenen sich viele der neuen Zivilisationskrankheiten, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben, wie Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Angst oder Depression, Panikattacken und chronische Erschöpfungszustände. Die Regulationsfähigkeit eines Menschen lässt sich in seiner Herzratenvariabilität HRV messtechnisch erfassen. Mit zunehmendem Alter lässt die Regulationsfähigkeit unseres Körpers nach, die HRV sinkt. Sie ist damit auch ein repräsentatives Maß für unser biologisches Alter.

Emotionen und körperliche Symptome

Am Zustandekommen der HRV sind verschiedene Organsysteme beteiligt, wie z.B. das Herz, das vegetative Nervensystem und das emotionale Gehirn (limbisches System). Für das Entstehen von Krankheiten ist entscheidend, dass wichtige Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Schlaf, Libido, Appetit, Ausschüttung von Hormonen, Verdauung und sogar das Immunsystem nicht vom kognitiven, sondern vom emotionalen Gehirn gesteuert werden. Das bedeutet, jenes Hirnareal, in dem unsere Emotionen lokalisiert sind, steuert gleichzeitig auch wesentliche Körperfunktionen – ohne dass unser Bewusstsein eine direkte Kontrolle darüber hat. Und genau darin besteht die Ursache, warum chronischer Stress aber auch seelische Erkrankungen wie Depressionen oder Angst uns auch körperlich krank machen.

Herz-Biofeedback – der Schlüssel zum emotionalen Gehirn

Diese neuen Erkenntnisse der Neurobiologie und Herzforschung haben in den letzten Jahren zur Entwicklung des Herz-Biofeedback geführt. Durch das Herz-Biofeedback kann man lernen, auf das Zusammenspiel von vegetativem Nervensystem, Herz und emotionalem Gehirn Einfluss zu nehmen. Der Anwender erlebt beim Training am Gerät unmittelbar den Zusammenhang von Gefühlen, Gedanken und Körperfunktionen. Er lernt sie zu beeinflussen und gewinnt neue Einsichten („Ich kann mein Herzrasen ja doch kontrollieren lernen.“). Gleichzeitig werden die Herzschlagschwankungen harmonischer und rhythmischer, die HRV steigt, statt Chaos entsteht Kohärenz.


Quelle:
www.heartmath.com

Kohärenztraining

Entwickelt wurde das Kohärenztrainig erstmalig vom Heart Math Institut in Kalifornien. Für seine Verbreitung hat nicht zuletzt der Bestseller Die neue Medizin der Emotionen (2006) des Neurologen und Psychiaters David Servan-Schreiber gesorgt. Durch bewusste Atmung, Wahrnehmung des eigenen Herzens und positive Gedanken wird der Parasympathikus aktiviert, Gleichklang von Herz und Gehirn stellt sich ein, der Kohärenzzustand wird erreicht. Auswirkungen sind:

  • Herzfrequenzvariabilität steigt,
  • Antistress- und Antialterungsharmone werden ausgeschüttet,
  • ein Zustand innerer Ruhe und Wohlbefindens wird erreicht,
  • das Gehirn arbeitet schneller und präziser und
  • Angstgefühle lassen sich besser unter Kontrolle bringen.

Das Kohärenztraining führt bei regelmäßiger Anwendung zu innerer Gelassenheit und Entspannung. Im Unterschied zu klassischen Entspannungsmethoden kann und soll das Kohärenztraining gerade im aktiven Leben und stressigen Situationen angewandt werden. So stellt sich allmählich eine harmonische und gelassene Lebensweise ein, die unsere Gesundheit fördert und erhält. Das vom Zentrum für Energie- und Umweltmedizin angebotene Kohärenztraining ermöglicht es jedem, diese Fähigkeiten schrittweise zu entwickeln. Ein softwaregestütztes Herz-Biofeedback macht die Fortschritte sichtbar.